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Isländische Musik wird international

Mai 18, 2013

„I heard them calling in the distance, so I packed my things and ran.“ Ein Zitat aus dem Lied „Mountain Sound“ von „Of monsters and men“ scheint die neue Philosophie des Lebens zu sein für viele junge Musikgruppen in Island und die isländische Präsenz in der internationalen Musikszene wächst stetig.


Livebands in Reykjavik

Wenn Sie vor ein paar Jahren jemaden vom Festland gefragt hätten, wie ihnen isländische Musik gefällt, hätten Sie wahrscheinlich geantwortet: "Island? Ist das nicht irgendwo im Norden? Leben da überhaupt Menschen? Machen die wirklich ihre eigene Musik?“ Oh ja, das machen sie tatsächlich und sie sind auch noch wirklich gut. Die meisten Isländer können mindestens ein Instrument spielen, da Musik eine wichtige Rolle im Sozialleben der Isländer spielt. Musik zu machen ist Teil des Alltags, wir sollten also weniger überrascht sein, dass der Ohrwurm aus dem Radio, den wir nicht mehr aus dem Kopf bekommen, von einer isländischen Band ist.

Die Wichtigkeit und leitende Funktion der Musik in Island wurde kürzlich erst so richtig offensichtlich während des Eurovision Song Contests. Das ganze Land war aufgeregt bei der Performance von Eyþór Ingi Gunnlaugsson, der Island dieses Jahr bei dem berühmten Wettbewerb vertrat. Er uns sein Song „Ég á líf“ waren das Hauptgesprächsthema während der letzten Wochen und am Samstagabend, den 18. Mai 2013, alle Bars, die den Eurovision Songcontest nicht ausstrahlten waren beinah leer. 

„Iceland can be a very isolated country and that translates to the music. We get stuck in our little world“, sagt Nanna, die Frontsängerin von „ Of monsters and men“, eine Band, die vor weniger als einem Jahr internationale Bekanntheit erreichte. Heute können ganze Nationen ihre Lieder mitsingen und die Band wird sogar bei den berühmten deutschen Musikfestvals Southside und Hurricane auftreten. Eine Chance, von der viele deutsche Bands nur träumen können. Obwohl isländische Bands auf internationalen Bühnen performen, vergessen sie nie ihre Wurzeln. Es ist also nicht ungewöhnlich berühmte Musiker auf einem Holstuhl in der Ecke des Cafés in Reykjavík zu sehen oder ein privat Konzert auf der Straße zu geben. Ohne Eintritt mit Sicherheit. Einfach aus Spaß für ihre Mitbürger. 


 

 

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